Der Ort Gebersheim wird erstmals um 1100 urkundlich erwähnt. 1105 ging die Gebersheimer Kirche teilweise in den Besitz des Klosters Hirsau über.  1308 ging der Ort an Württemberg. Als Folge der Reformation in Württemberg wurde auch Gebersheim 1534 evangelisch. Es war nun ein Pfarrdorf und gehörte zum Oberamt und Dekanat Leonberg bzw. ab 1936 zum „Landkreis  Leonberg“. Durch die Kreisreform 1973 ging der Landkreis Leonberg großteils in den Landkreis Böblingen über.Konfessionell blieb Gebersheim bis zum Krieg ein typisch evangelisches Dorf. Neben der evangelischen  Kirchengemeinde gibt es bis heute eine kleine evangelisch-methodistische Gemeinde. Durch den Zuzug vieler Vertriebener als Folge des 2. Weltkrieges änderte sich dies: Die Bevölkerung des Dorfes wuchs drastisch,  sodass nun auch eine größere Zahl römisch-katholischer Christen in Gebersheim heimisch ist


Tabellarische Geschichte Gebersheims

5. bis 7. Jahrhundert
Alamanen siedeln in Gebersheim.

1100
Erstmals wird Gebersheim urkundlich erwähnt.

1308
Gebersheim gehört mit dem Glemsgau zu Württemberg.

1588
Die Pfarrkirche (der älteste Teil) wird erbaut

1635
113 Menschen starben an der Pest, etwa ein Drittel der Einwohner.

1654
Gebersheim zählt 46 Einwohner.

1731
In Gebersheim gibt es 39 Gebäude, davon 26 Wohnhäuser.

1850
Der Haupterwerbszweig ist die Landwirtschaft und Viehzucht.

1925
Am 16. Juni stehen 98 Wohnhäuser in Gebersheim, 476 Menschen leben hier; der Erwerb kommt zu zwei Dritteln aus der Landwirtschaft, zu einem Drittel aus Gewerbe und Fabrikarbeit.

1927
In diesem Jahr werden Wasserleitung und Hochreservoir ausgebaut.

1968
Einweihung des neuen Kirchenschiffes der Evangelischen Auferstehungskirche.

1970/71
Bau der Grundschule, der Turn- und Festhalle und des Kindergartens in Gebersheim.

1971
Erschließung des Gewerbegebietes an der Carl-Zeiss-Straße.

1974
Bau der Kleinschwimmhalle und des Bürgerhauses.

1975
Am 1. Januar wird Gebersheim nach Leonberg eingemeindet.

1977/78
Die Grünanlage Dobel entsteht.

1978/79
Bau des Feuerwehrgerätehauses.

1982
Die Freizeitanlage Käppel wird angelegt.

1983
Die Omnibuswendeschleife mit neuem Dorfbrunnen wird fertiggestellt.

1991
Knapp drei Jahre nach einem Brand, bei dem die Schwimmhalle Gebersheim am 22.09.1988 erheblich beschädigt wurde, geht sie nach Fertigstellung des Erweiterungsbaus als "Saunabad Gebersheim" wieder in Betrieb.

1992
Umzug der Ortschaftsverwaltung in die neuen Räume der ehemaligen Volksbank, Alte Dorfstraße 11.

1993
Inbetriebnahme des Wasserhochbehälters "Alte Reute".

1995
Einweihung des Bauernhausmuseums.

1997
Einweihung des nach 20 Jahren komplett neu gestalteten "Indianer-Spielplatzes".

1998
Einweihung der Erweiterung der Grundschule und des Kindergartens.

2000
900 Jahre Gebersheim, 25 Jahre Teilort der Stadt Leonberg. Einweihung des 2. Sportplatzes in Gebersheim. Eröffnung Schülercafé in Gebersheim.

2003
Bundespräsident a. D. Dr. Richard Freiherr von Weizsäcker hat in Erinnerung an das Wirken von Albrecht Goes für die Stätte seines langjährigen Wirkens in Gebersheim (1938-1954) einen Gedenkstein gestiftet. Durch die Vermittlung von Gerhard Raff hat der Stuttgarter Bildhauer Markus Wolf den Gedenkstein geschaffen
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