Leonberg`s Partnerstädte:
Belfort
(Frankreich), Lobenstein (Thür.), Neukölln (Berlin) und Rovinj (Kroat.).

Belfort
Nach Berlin-Neukölln folgte dann 1977 die Partnerschaft mit Belfort, 280 km von Leonberg entfernt in der Franche Comté gelegen. Es gibt rege Kontakte zwischen Schulen, Kirchen und vielen Vereinen. Jedes Jahr findet ein großes Partnerschaftswochenende im Wechsel in Belfort und Leonberg statt. Leonberg und Belfort: Partner durch Zufall. Am 6. Februar 1977 unterzeichneten die Bürgermeister von Leonberg und Belfort die Partnerschaftsurkunde. Motor der Partnerschaft war der „Cercle Francais“ dessen treibende Kraft Robert Christophe. Der in Leonberg lebende Franzose erfuhr bei einem Besuch im Stuttgarter Institut Francais zufällig, dass die 40 000 Einwohner zählende Stadt auf der Suche nach einem Partner war. Und da Ulm zögerte, wurden Belforter und Leonberger zu Freunden. Zwischen Jura und Elsaß gelegen lockt die abwechslungsreiche Landschaft zu Ausflügen und Wandertouren. Doch auch in der Stadt selbst gibt es für Spurensucher viel zu entdecken. Zahlreiche Zeugnisse der deutsch-französischen Geschichte, wie etwa das Wahrzeichen der Stadt, der Löwe. Er erinnert an die Opfer der Belagerung Belforts in den Jahren 1870 und 1871.
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Lobenstein
Kirchen knüpften die ersten Kontakte. Lobenstein und Leonberg verbindet seit zehn Jahren eine enge Städtepartnerschaft, die vor allem durch Schulen, Vereine und private Besuche gestützt wird. Lobenstein in Thüringen ist eigentlich eine Patenstadt, es gibt keinen offiziellen Partnerschaftsvertrag. Mitarbeiter der Leonberger Verwaltung haben in ehrenamtlicher Tätigkeit mitgeholfen, nach der Wende neue Verwaltungsstrukturen in Lobenstein aufzubauen. Inzwischen gibt es rege Kontakte zwischen verschiedenen Vereinen, die sich - wie bei den anderen Partnerstädten - wechselweise in Leonberg und Lobenstein treffen. Erste Kontakte zwischen der Großen Kreisstadt und der 7500 Einwohner zählenden Kommune im Thüringer Wald wurden bereits zu DDR-Zeiten geknüpft. Diesseits und jenseits des „Eisernen Vorhangs“ lernten sich Mitglieder der beiden evangelischen Kirchengemeinden besser kennen. Der stärkste Wirtschaftszweig in Lobenstein ist der Tourismus. Bekannt und beliebt ist die Kommune vor allem für ihre heilsamen Moorbäder. Vor rund einem Jahr wurde in Lobenstein eine neue Therme eröffnet. Fast 20 Millionen Euro hat das „Ardesia“-Bad gekostet. Höhepunkt im alljährlichen Veranstaltungskalender der Stadt sind die Lobensteiner Markttage im Sommer.
oli

Stadtteil Berlin-Neukölln
Zu Berlin-Neukölln wurde nach dem Bau der Mauer in den 60er Jahren Kontakt aufgenommen, mit dem Ziel, den Menschen das Gefühl der Isolierung zu nehmen. Neukölln lag direkt an der Mauer. Das Berlin der Gegensätze. Bis zur Bezirksreform 2001 war Neukölln der größte Berliner Bezirk. 307 000 Menschen leben hier - fast soviel wie in Mannheim. Der Bezirk, dessen Nordgrenze bis auf wenige Kilometer an das hippe Berlin-Mitte reicht, gilt als einer der problembelastetsten. Im dicht besiedelten Norden mit einem der größten Ausländeranteile Berlins ist die Kriminalität hoch, die Arbeitslosenquote liegt zum Teil bei über 20 Prozent „Nach Neukölln zieht man nicht, in Neukölln landet man“, spotten manche. Dabei tun sie dem Bezirk Unrecht. Mitten zwischen den Mietskasernen liegt Rixdorf, der historische Kern Neuköllns, mit seinen einstöckigen Dorfhäusern. Ortsteile wie Buckow, Rudow oder Britz mit dem Schloss laden zum Verweilen ein. Für Leonberg ist die Partnerschaft zu Neukölln die älteste - im Jahr 1970 wurde sie besiegelt.
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Rovinj
”Perle" an der kroatischen Adria, ist als malerischer Badeort mit mediterranem Flair bekannt. Die Stadt ist mehr als 2000 Jahre alt und hat heute rund 12 000 Einwohner. Ähnlich intensiv ist der Kontakt zur jüngsten Leonberger Partnerstadt Rovinj/Rovigno, auf der Halbinsel Istrien gelegen, eine Verbindung, die seit 1990 offiziell besteht. Auch hier gibt es bereits viele bilaterale Kontakte, besonders zwischen jungen Sportlern, Musikern und Schülern beider Gymnasien. Gemeinsame Sprache der Schüler ist Italienisch, da Rovinj einen großen italienisch-stämmigen Bevölkerungsanteil hat; das italienische Gymnasium in Leonbergs kroatischer Partnerstadt unterhält mit dem hiesigen Johannes-Kepler-Gymnasium eine lose Verbindung. Auch hier gibt es im jährlichen Wechsel eine Begegnung in Leonberg und Rovinj. Der wichtigste Wirtschaftszweig in Kroatien und damit auch in Rovinj ist der Tourismus. Bekannt ist Istrien für seinen vorzüglichen Weiß- oder Rotwein. Großen Wert legt man an der nördlichen Adria zudem auf die Folklore, bei der die Kroaten ihre Tänze und Trachten präsentieren. Bei den Touristenzahlen erlebte die Stadt während des Balkankrieges einen herben Einbruch. Tausende von Kriegsflüchtlingen suchten in Rovinj Zuflucht. Nach dem Ende des Krieges steigen die Touristenzahlen seit etwa fünf Jahren wieder stark an.
oli

Teilweise entnommen aus der Leonberger Kreiszeitung

Wappen der Partnerstädte

Infostände der Partnerstädte im Leo-Center anlässlich des Pferdemarktes 2004.

Rückseite des Infostandes mit Sehenswürdigkeiten der Partnerstädte als Reklamewand zur Verkaufshalle.

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