“Leonberger  Homepages”

Ein Hochhaus hat seinen Platz im Netz
Von Stefan Bolz

Eines der umstrittensten Bauwerke Leonbergs wird in diesem Sommer 25 Jahre alt:
1976 zogen die ersten Mieter in das von der "Neuen Heimat" gebaute Hochhaus "Leo 1" ein. Die Wohnanlage neben dem Stadtpark, oft verächtlich als "Koloss" bezeichnet, spiegelt den Baustil jener Zeit wieder und bildet das Kernstück jener "Neuen Stadtmitte", welche in den Siebzigern zwischen den alten Ortskernen von Leonberg und Eltingen entstand. Kritiker sehen in "Leo 1" nur eine riesige Wohnmaschine. Doch die Bewohner sind stolz auf ihr Haus und zeigen dies auch auf einer eigenen Homepage im Internet. Unter www.leonberg1.de haben sie Bilder der Neuen Stadtmitte gesammelt, zeigen das Leben in und um den Stadtpark, geben einen Überblick über ihre Heimatstadt. Ebenfalls im Netz zu finden sind die Ankündigungen des Verwaltungsbeirates.

Ein besonderes "Schmankerl" ist der Werbeprospekt, mit dem die Neue Heimat einst ihren Neubau präsentierte. Zeigt dieser doch, welches die Überlegungen waren, die hinter der umstrittenen Architektur standen. Die Bewohner schliessen sich auf ihrer Homepage den Argumenten von damals an. Und betonen, das "Leo 1" sei ein Beispiel für die Möglichkeit, "daß Menschen unterschiedlicher  Nationalität und Weltanschauung friedlich und höflich miteinander umgehen können".

Artikel aus der Leonberger Kreiszeitung vom 22.08.2001:
(auch hier ein Dank an Frau Bilger !)


25 Jahre in guter Gemeinschaft
Von Christine  Bilger

LEONBERG -"Praktischer kann man nicht wohnen'', lobt Peter Vogel sein Zuhause, das "Leo 1''. Das klingt überzeugend aus seinem Munde, schließlich ist er ein Mann der ersten Stunde im Hochhaus in der neuen Stadtmitte: Seit 25 Jahren ragt das Leo 1 als Wahrzeichen aus dem Stadtzentrum auf.

Peter Vogel und Horst Gburek, der Hausmeister, erinnern sich an das Jahr 1976, als sich die Anlage mit den 180 Wohnungen allmählich füllte. Der Hausmeister sei seinerzeit sogar des Abends von Wohnung zu Wohnung gegangen, habe Glühbirnen eingesetzt, damit das Haus nicht so leer aussah. Diese Zeiten sind vorbei, in den 25 Jahren hat sich  das Haus mit Leben gefüllt. Verschiedene Generationen und die unterschiedlichsten Nationalitäten leben hier zusammen unter einem Dach.

"Wir sind eine gute Gemeinschaft'', bescheinigt der Vorsitzende des Hausbeirates, Otto Baedeker, dem Leo 1. Er genießt das Leben im zehnten Stock. Mit einem Schmunzeln erzählt der 75-Jährige, dass er bei der Wohnungssuche vor rund 20 Jahren beim Anblick des Gebäudes zum Makler sagte: "Guter Mann, da fahren wir bitte gleich weiter.'' Dennoch ließ er sich überzeugen, sich das Ganze doch von innen anzusehen, bevor er urteilte. Eine Liste mit den Vorteilen fertigte Otto Baedeker an, bevor er vom Einfamilienhaus in Hamburg ins Vielfamilienhaus nach Leonberg zog. Als Pluspunkte listete er auf: "Der Park, die Stadthalle, das Einkaufen, der Wohnungsschnitt und der Blick aus dem Fenster.'' Vor allem im letzten Punkt  pflichten ihm die anderen Bewohner immer wieder bei.
Die Aussicht, nicht der Anblick des Hauses, zog sie an.

"Kannst du dir vorstellen, in so einem Kasten zu wohnen?'', fragte Karl Marquardt seine Ehefrau nahezu jedes Mal, wenn sein Blick von der Autobahn über Leonbergs neue Stadtmitte schweifte. Auch er musste das Haus erst von innen kennen lernen,  bevor er es mit anderen Augen sah. Seit 1983, als seine Mutter hier einzog, kam er regelmäßig ins Leo 1.

"Es gibt so eine Mär, im Hochhaus lebe man anonym. Das ist, salopp gesagt, Quatsch'', entkräftet Otto Baedeker ein lang gehegtes Vorurteil. Freundschaften entstehen über gemeinsame  Interessen. Früher oder später finden Klavierspieler und Computerfreaks zusammen, auch wenn sie nicht auf dem gleichen Stock wohnen, wie beispielsweise Heinz Kreß und Peter Vogel. Von Wohnung zu Wohnung wird in ihrer Etage das neueste Computerwissen weitergegeben.

Peter Vogel hat das Hochhaus auch ins Internet gebracht. Die Reaktion der Stadtverwaltung auf seine  Anfrage, warum unter der Adresse "www.leonberg.de'' nichts über die neue Stadtmitte zu finden sei, verstimmte ihn. Erst wurde er vertröstet, dann sei der technische Aufwand zu groß gewesen. Vogel fackelte nicht lange und strickte einfach eine eigene Internetseite. Unter "www.leonberg1.de'' ist das Leo 1 weltweit zu erreichen.

Ein runder Geburtstag wie das 25-jährige Bestehen muss gefeiert werden. Ein Festausschuss kümmert sich darum. Die Einladung, in zehn Sprachen verfasst, zeugt davon, in welchem Geist die Begegnung am 15. September im Hof vorm Leo 1 verlaufen soll: Die Kommunikation, das gegenseitige Kennenlernen steht im Vordergrund. Ein Programm gibt es nicht, und das ist Absicht, betont Karl Marquardt, der die Organisation  des Festtages federführend in die Hand genommen hat. Schließlich würden im Haus immer noch Leute wohnen, die man nicht kennt, an diesem Tag besteht die  Möglichkeit, dies zu ändern. Alle zu kennen, das geht nicht, schließlich leben gut 500 Menschen in den Häusern Neuköllner Straße 7, 9 und 11. Einer jedoch  kennt zumindest jeden Winkel. Horst Gburek betont nicht ohne Stolz: "Ich kenne das Herz der Anlage.'' Schon während der Bauphase war er hier zugange. Und auch er ist in den fast 26 Jahren in seiner Dienstwohnung zum Leo-1-Fan geworden.

Artikel aus der Leonberger Kreiszeitung vom 17.09.2001:
(Danke an Frau Oertel!)


“Wir leben gut zusammen!”
Von Ingrid Oertel

LEONBERG - Bunte Lichterketten, stimmungsvolle Musik und der Duft leckerer Speisen - kein Wunder, dass es viele Familien der Neuköllner Straße aus den Wohnungen zum Fest zog: Unter dem Motto "Miteinander'' feierten die Anwohner das 25-jährige Bestehen ihrer Hochhausanlage "Leo 1''.

Die Einladung des Festausschusses war in zehn Sprachen verfasst und rief dazu auf, auch Angehörige, Freunde, Bekannte, Kollegen, Sportskameraden, den Chef und die Schwiegermutter mitzubringen. Otto Baedeker, Vorsitzender des Verwaltungsbeirats, war zufrieden: "Bis zum späten Abend hatten wir etwa 350 bis 400 Gäste. Es war ein sehr harmonisches Fest.''

In der Wohnanlage drei bis elf finden auf 20 Etagen mit je drei Parteien rund 500 Bewohner eine Heimat. Darunter befinden sich etwa 16 verschiedene Nationen. "Kritische Stimmen hierzu gibt es genug. Aber ohne schönzufärben können wir sagen, dass wir hier sehr gut zusammenleben'', bekräftigte Karl Marquardt vom Festausschuss 25 Jahre "Leo 1''. Unter den Anwohnern gebe es nachbarschaftliche Kontakte und persönliche Freundschaften an Stelle von Anonymität. Auch die Nachbarschaftshilfe sei hier eine Selbstverständlichkeit.

Im Großen und Ganzen, so Karl Marquardt, stelle die Vielfalt der unterschiedlichen Religionen und Kulturen eine Bereicherung für das Miteinander dar. Dies spiegelte auch das kulinarische Angebot wider: Neben Antipasti gab es Döner, bunte Salate und Würstchen, Grillspezialitäten und viele andere Speisen, die teilweise landestypisch sind. Für ihr Fest hatten zahlreiche Bewohnerinnen dann auch noch selbst gebackene Kuchen spendiert.

Die Kleinen vergnügten sich auf der Spielstraße und in der Hüpfburg, etwas größere Kinder machten mit beim Preisrätsel, bei dem man interessante Sachen wie Lederfußball, Bücher, Videokassetten, Sporttaschen und T-Shirts gewinnen konnte. Außerdem lockten das Glücksrad, Kinderschminken sowie die Tauschbörse zum Mitmachen.

Eine Fotoausstellung im Hochhausfoyer mit privat aufgenommenen Bildern von Bewohnern der Neuköllner Straße, zeigte die Entwicklung der Wohnanlage innerhalb von 25 Jahren eindrucksvoll auf. (Siehe auch LEO 1, Jubiläum)

Artikel aus “LEO-CENTER AKTUELL” vom 20.09.2001:
(zum guten Schluss ein ganz herzliches “Dankeschön” Frau Eberhardt und dem Center-Team)


Herzlichen Glückwunsch, Leo 1!
Seit 25 Jahren sind das Hochhaus und das Leo-Center Nachbarn.


Das Center-Management gratuliert seinen Nachbarn aus dem Leo 1

Mit einer Hocketse feierte die Hausgemeinschaft am Samstag den 25. Geburtstag ihres Hochhauses Leo 1. Das Center-Management gratulierte zum Jubiläum und stieß mit einigen Bewohnern auf dem Dach des Leo-Centers an.Vor 25 Jahren zogen die ersten Bewohner in die 180 Wohnungen der Neuköllner Straße 7, 9 und 11 ein. Die Neue Heimat baute das Haus.

“Ich war einer der Ersten, der einzog", berichtet Peter Vogel, der das Leo 1 und die neue Stadtmitte im Internet unter www.leonberg1.de verewigt hat.
“Der Schnitt der Wohnungen und der Ausblick sind hervorragend", meint er. Das Leo 1 sei der Beweis, wie Menschen unterschiedlicher Nationalität und Religion miteinander leben können. “Das Leo-Center ist unser Herz", sagt er. “Rein in den Fahrstuhl und schon bin ich da."

Auch Otto Baedeker, Verwaltungsbeiratsvorsitzender, fühlt sich seit 20 Jahren im Leo 1 wohl. “Das Leo-Center stand ganz oben", erinnert er sich an seine Liste mit Vorteilen. “Das ist eine sehr gute Nachbarschaft", betont Center-Managerin Anette Eberhardt. Nur selten gibt es kleine Probleme. Allein der Anlieferverkehr ist enorm. “Nicht erst lange ärgern, wenn etwas stört", empfiehlt Eberhardt. “Rufen Sie uns sofort an, damit wir das Ärgernis schnell abstellen können."

Artikel aus der Leonberger Kreiszeitung vom 20.10.2001:

Bewohner vom LEO 1 unterstützen Hospizarbeit

LEONBERG - Mit einer Hocketse feierten die Bewohnerinnen und Bewohner des Hochhauses
 LEO 1 in der Neuköllner Straße 7, 9 und 11 und Neuköllner Straße 3 und 5 in der Leonberger neuen Stadtmitte das 25-jährige Bestehen ihrer markanten Wohnanlage. Der Reinerlös aus der Hausfest-Hocketse in Höhe von 650 Mark wurde jetzt an das Leonberger Hospiz übergeben.
(Siehe auch LEO 1, Jubiläum)                                                                                                           go

Stand vom 15.05.2006: 67555 Mal
(da Reklame den Counter verunziert hat, wurde er eingestellt! )

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